Silvester und Tiere

veröffentlicht am in Jahreszeiten

Ein Herz für die Tiere!

Silvester – ein Ausnahmezustand für Haus-, Nutz- und Wildtiere

Für uns Menschen ist der Jahreswechsel meist ein besonderes Erlebnis – bunt, laut und festlich. Doch für Tiere bedeutet Silvester eine Zeit voller Angst und Stress. Die vergangenen böllerfreien Jahre waren für Umwelt und Tiere eine enorme Erleichterung. In diesem Jahr jedoch werden viele Tiere erneut leiden – für manche geht es sogar um Leben und Tod.

Daher unser Appell:
Tierschutz statt Böller – helfen Sie mit, Tiere zu schützen und Leiden zu verhindern.
Achten Sie gut auf Ihre Vierbeiner und auf alle Tiere in Ihrer Umgebung.

Warum Silvester so gefährlich ist

Tiere besitzen ein hochsensibles Gehör und einen sehr feinen Geruchssinn. Was wir als Geräuschkulisse wahrnehmen, kann für Tiere schmerzhaft und bedrohlich sein. Die typischen Gerüche von Rauch und Pulver werden instinktiv mit Gefahr verbunden – Panik ist die Folge.

  • Kleintiere und Vögel können im Schock sogar einen tödlichen Herzstillstand erleiden.

  • Hunde und Katzen verstecken sich aus Angst oder laufen panisch davon – oft mit schweren Folgen.

All dies zeigt deutlich: Tierschutz statt Böller wäre für viele Tiere ein echter Lebensschutz.

Was kann ich tun?

Für Hunde

Viele Hunde suchen Schutz bei ihrem Menschen. Helfen Sie Ihrem Hund, diese Zeit besser zu bewältigen:

  • beruhigen, da sein und nicht alleine lassen

  • Rollläden schließen, Radio oder Fernseher etwas lauter stellen

  • die letzte Gassirunde möglichst früh – bewährt hat sich ca. 18:00 Uhr

  • ängstliche Hunde unbedingt doppelt sichern

    • Panikgeschirr + Halsband

    • zwei Leinen, eine davon am Körper des Menschen befestigt

Bitte Hunde bei Kälte niemals im Auto lassen oder zum Einkaufen anbinden – in einer Stressreaktion kann das lebensgefährlich werden.

Kommt ein Hund trotz aller Vorsicht abhanden, sofort Polizei, Ordnungsamt und Tierheim informieren – auch nachts.
Kennzeichnung und Registrierung – z. B. bei TASSO – sind dabei unerlässlich.

Für Katzen

Freigängerkatzen sollten einige Tage vor Silvester bis 1–2 Tage nach Neujahr im Haus bleiben.
Viele Katzen verlieren in Panik die Orientierung oder verstecken sich tagelang.

Drinnen hilft ein ruhiges, geschütztes Plätzchen, an dem sich die Katze sicher fühlt.

Für Pferde

Als Fluchttiere reagieren Pferde besonders empfindlich:

  • gedämpftes Licht und etwas Musik im Stall beruhigen

  • bei Offenstallhaltung Zäune rechtzeitig sichern

  • nach Möglichkeit Stallwache organisieren

Entlaufene Pferde sind immer wieder Auslöser schwerer Unfälle – Vorsorge ist unverzichtbar.

Gut vorbereitet in die Feiertage

Leider wird das Thema noch immer oft unterschätzt. Denken Sie daher frühzeitig daran:

  • Tierarzt- und Kliniknotdienste rechtzeitig recherchieren

  • Futter, Medikamente, Leckerlis & Zubehör rechtzeitig besorgen

  • das eigene Tier aufmerksam beobachten und auf seine Bedürfnisse eingehen

Auch Wildtiere und Umwelt leiden

Nicht nur Haustiere sind betroffen:
Auch Wildtiere stehen unter massivem Stress, und Umwelt, Luft und Natur leiden unter Feuerwerk, Müll und Schadstoffen.

Ein ruhiger, böllerfreier Jahreswechsel wäre auch hier ein großer Gewinn – Tierschutz statt Böller bedeutet Verantwortung für alle Lebewesen.

Unser Appell

Mit Rücksicht, Aufmerksamkeit und dem Mut, Tradition neu zu denken, können wir Tieren viel Leid ersparen.
Ob zu Hause oder draußen in der Natur:

Tierschutz statt Böller – jede Entscheidung zählt.

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