Wildtier in Not?

Wildtiere - was tun im Notfall?

Sollten Sie auf ein Wildtier treffen, das augenscheinlich krank oder verletzt ist, informieren Sie bitte den für das Gebiet zuständigen Jagdpächter. Sie können auch die zuständige Polizeidienststelle (Tel.: 110) kontaktieren und den jeweiligen Jagdpächter ermitteln lassen.

Bitte niemals ein Wildtier anfassen und mitnehmen. Das Tier könnte aus Angst beißen. Tierbisse sind auch ohne Tollwut sehr infektiös. Darüber hinaus könnte eine Anzeige wegen Wilderei auf Sie zukommen.

Was mache ich, wenn ich auf scheinbar verlassene Jungtiere (z.B. Rehkitz, Jungfuchs, Hase, Jungvogel) treffe?

Besteht nicht wirklich eine unmittelbare Gefahr, lassen Sie es zunächst in Ruhe. Bitte nicht hinlaufen und anfassen. Einige Tierarten nehmen ihre Jungtiere dann eventuell nicht mehr an. Beobachten Sie das Tier aus möglichst großer Entfernung oder erkundigen Sie sich bei fachkundigen Menschen.

Feldhasen-Kinder bekommen nicht selten nur einmal am Tag Besuch von der Hasenmutter. Bitte lassen Sie ein unverletztes Hasen-Jungtier dort wo es auf seine Mutter wartet.

Rehkitze werden mehrmals täglich von der Mutter versorgt. Bitte lassen Sie ein unverletztes Rehkitz in seiner vertrauten Umgebung. Auch der Fuchs lässt seine Jungen während der Futtersuche häufig allein. Also, bitte nicht stören.

Eine Ausnahme sind Jungtiere von Eichhörnchen die am Boden sitzen. Sie benötigen fast immer Hilfe. Dieses Hilfe bekommen Sie hier https://www.eichhörnchen-in-not.de/ oder melden Sie sich beim deutschlandweiten Eichhörnchen Notruf: 0700-200 200 12

Vermeintlich hilflose Vogelkinder sollten auf jeden Fall in der freien Natur belassen werden. Nur ganz selten handelt es sich bei gefundenen Jungvögeln am Boden um verlassene, verletzte oder geschwächte Tiere, die Hilfe benötigen. Die sogenannten Ästlinge werden in der Regel noch 3 bis 4 Tage außerhalb des Nestes gefüttert.

Greifvögel unterliegen dem Naturschutzgesetz und dürfen grundsätzlich nicht aus der Natur entnommen werden. Finden Sie einen kranken, verletzten und hilfebedürftigen Greifvogel, bitte Polizei/zuständigen Jäger, bzw. Jagdpächter/TM MobiTi anrufen.

Igel sind Wildtiere und dürfen grundsätzlich nicht aus der Natur entnommen werden. Verletzte Tiere bitte zu einem igelkundigen Tierarzt bringen. Igelsäuglinge gehören immer in eine professionelle Auffangstation. Hier gibt es wichtige Informationen und Kontaktdaten: http://www.pro-igel.de/igel-links/adressen.html

Wespen-, Bienen-, Hornissennest: Bitte Nester dieser Tiere niemals selbst entfernen! Die Feuerwehr gibt Auskunft. Alle wildlebenden Tiere, also auch Wespen, stehen nach dem § 39 des Bundesnaturschutzgesetzes unter dem allgemeinen Artenschutz. Nach dem Gesetz ist es verboten, wildlebende Tiere ohne vernünftigen Grund zu fangen, zu verletzen oder zu töten oder deren Lebensstätten zu beeinträchtigen oder zu zerstören. Wildbienen, Hummeln und Hornissen stehen unter besonderem Artenschutz (§44). Die Abtötung der Tiere oder die Zerstörung einer Behausung kann mit einer Geldstrafe mit bis zu 50.000 Euro geahndet werden. Aber selbst die Entfernung eines Wespennests kann zu einer Geldstrafe im vierstelligen Bereich führen, wenn dafür keine vernünftigen Gründe vorliegen.

Wichtige Telefonnummern

Polizei: 110

Feuerwehr: 112

TERRA MATER e.V. Mobile Tierrettung 24/7: 0170-31 57 618

TERRA MATER e.V. Tierschutzinspektion/Heinz Zimmermann- im Falle von Tiermisshandlungen und schlechter Haltung: 0170-31 57 618

TASSO e.V. - 24-Stunden-Notruf-Hotline: 06190 / 93 73 00

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