Unsere aktuellen Projekte im Überblick


Tiergestützte Pädagogik

Ziel der Tiergestützten Pädagogik ist, dass insbesondere erziehungsschwierige oder lernschwache Kinder und Jugendliche durch den gezielten Einsatz von Tieren in ihrer sozialen und emotionalen Entwicklung gestärkt werden.

In Kooperation mit der Willi-Fährmann-Schule in Eschweiler wird dieses Konzept seit Jahren erfolgreich angewendet. TERRA MATER ist für die verantwortliche sozialpädagogische Fachkraft Sparringspartner, wenn es um die Gestaltung artgerechter Unterbringung oder Versorgung der einzelnen Tiere geht.

Zudem stellen wir der Schule die Tiere zur Verfügung, die von den Schüler*innen weitestgehend eigenverantwortlich versorgt werden.

Auch die laufenden Kosten für Futtermittel, Tierarzt sowie Hufschmied übernehmen wir.


Naturlehrprojekt

Zusammen mit unserer Partnerstation Wald-Jagd-Naturerlebnis e. V. in Potsdam haben wir ein kürzlich unser neues Natur-Lehrprojekt für Kinder und Jugendliche konzipiert.

Die Pilotveranstaltung fand vom 6. bis 10. Juni statt. Die Klasse 7.3 der Gubener Europaschule Marie & Pierre Curie besuchte unseren Partner in Potsdam und verbrachte inmitten der Natur eine aufregende Woche mit lehrreichen Aktivitäten und waldpädagogischer Schulung.

Ziel der Veranstaltung, der hoffentlich viele weitere folgen, ist, Kindern über Inhalte, die sie selbstständig erarbeiten und mitgestalten, einen verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt und ihren Lebewesen zu vermitteln.


Umwelt- und Naturlehrpfad mit Storchenhorst

Der Umwelt- und Naturlehrpfad im rheinland-pfälzischen Lustadt leistet einen wichtigen Beitrag zur Umweltpädagogik in der Region. Seine Attraktion bildet ein moderner Storchenhorst, das bereits von einem Vogelpärchen als Brutstätte genutzt wird. Die wählerischen Tiere stehen am oberen Ende der Nahrungskette und lassen sich deshalb nur in intakten Ökosystemen nieder.

Es haben sich sogar so viele weitere Vögel für die potenzielle Brutstätte interessiert, dass für das nächste Jahr ein zweiter Horst geplant ist. Auf den insgesamt 3.000 Quadratmetern, die der Lehrpfad umfasst, lässt sich ferner die einheimische Flora und Fauna erkunden.

Das erste Insektenhotel ist bezugsfertig, Bäume und Sträucher einheimischer Nutzhölzer sind gepflanzt, die Videoüberwachung ist aktiviert. Ein Feuchtbiotop sowie eine Trockenmauer aus Feldbruchstein für Wildpflanzen und -tiere ergänzen die Anlage.


Artenschutzprojekt „Altmärkisches Kaltblut“

Einst gehörte der Altmärker zu den weitest verbreiteten Kaltblutpferden der DDR.

Doch mit der Wende im Jahr 1989 reduzierte sich die Zucht. Bis heute ist der Gesamtbestand dieser Rasse gefährdet. Im Jahre 2000 gründete Heinz Zimmermann, Vorstandsmitglied von TERRA MATER e. V., daher mit Peter ZImmermann, Leiter der TM-Partnerstation RZF Heideland in Korgau, Sachsen-Anhalt, das Artenschutz-Projekt „Altmärkisches Kaltblut“, um diese Nutztierrasse vorm Aussterben zu bewahren.

Die erfolgreiche Grundlage der Nachzucht bildeten zwei ursprünglich für die Schlachtung vorgesehene Altmärkerstuten sowie ein Hengst aus einer völlig unabhängigen Deutsch-Belgischen Blutlinie. Im April 2002 wurde das erste Hengstfohlen geboren.

Seitdem wächst die kleine Herde in Korgau langsam an. Zurzeit besteht sie aus zehn Tieren, im März 2016 wurde das jüngste Fohlen geboren.


Kastration wildlebender Katzen

Durch die unkontrollierte Vermehrung wildlebender Katzen entsteht viel Tierelend: Je stärker sie sich vermehren, desto stärker begrenzt sich auch ihre Lebenserwartung, z. B. durch Krankheiten, Verkehrsunfälle sowie ein nicht annähernd ausreichendes Futterangebot.

Seit Jahren arbeiten wir bereits mit ehrenamtlichen Helfern zusammen, die diese Tiere mit Futter und Unterschlupfmöglichkeiten versorgen und im Krankheits- oder Verletzungsfall zum Tierarzt bringen.

Auch die ein oder andere Kastration übernimmt TERRA MATER dann und wann. Doch das ist ein Tropfen auf dem heißen Stein. Abhilfe des Ursprungsproblems schaffen nur breit angelegte Kastrationsaktionen.

Diese Eingriffe bei möglichst vielen wildlebenden Katzen zu realisieren und damit die Kommunen zu  unterstützen, die diese bereits zur Pflicht machen, ist so kostspielig, dass wir dafür ein eigenes Projekt ins Leben gerufen haben:

Sämtliche Katzen, die bei TERRA MATER aufgenommen werden, sei es bei den Partnerstationen wie dem Gnadenhof Emmrich und dem Tierheim Guben, oder in der TM-eigenen Tierauffangstation in Lustadt, werden tierärztlich versorgt, entwurmt, geimpft, gechipt und natürlich kastriert.